
| Bibelstelle | Thema |
| Johannes 18,1-11 | Das Licht der Welt in der finstersten Nacht |
| Johannes 18,12-27 | Die Tür für die Schafe und die Türhüterin der Wölfe |
| Johannes 18,28 – 19,16 | Der Weg, die Wahrheit und das Leben und die Frage nach der Wahrheit |
| Johannes 19,17-42 | Das Brot des Lebens am Kreuz und im Grab |
| Johannes 20,1-18 | Die Auferstehung der Auferstehung und des Lebens |
| Johannes 20,19-21,14 | Der gute Hirte und Seine Schafe |
| Johannes 21,15-25 | Der wahre Weinstock reinigt Seine Reben |
In den Kapiteln 18 bis 20 erfüllt sich die Verheißung, die der Prophet Johannes bereits im ersten Kapitel des Johannes-Evangeliums vorhergesagt hatte (vgl. Joh. 1,29). Christus wurde zum Lamm GOTTES, das die Sünden der Welt hinweggenommen hat. Die Leidensgeschichte des Herrn ist das dramatischste Ereignis der Weltgeschichte. Nie stand das Schicksal der Menschheit so auf dem Spiel wie in den Stunden des Leidens Jesu Christi. Nie hatte sich die Finsternis so auf einen Ort fokussiert, um das Licht GOTTES auszulöschen. Die einzige Chance der Menschheit, um zu überleben, war Christus. Der festgesetzte Zeitpunkt GOTTES war gekommen. Christus, das Lamm GOTTES, musste siegen. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. Eine weitere Möglichkeit hätte es nicht gegeben. Himmel und Hölle hielten in den Stunden des Kreuzes den Atem an, weil sich die Regentschaft GOTTES hätte wenden können. Die Engel und Dämonen mussten außer sich vor Spannung sein. Es konnte nur einen Sieger geben. GOTT oder den Teufel. Der jahrtausendelange Krieg des Lichts und der Finsternis wurde in den nächsten Stunden entschieden. Friede war undenkbar. Der Krieg konnte nur mit einer vollständigen Vernichtung des Verlierers enden. Die zukünftige Herrschaft über alles Erschaffene lag ab diesem Tag entweder in den Händen der Schlange oder in den Händen des Lammes. Beide konnten nicht nebeneinander existieren. Es musste einen Sieger und einen Besiegten geben. Die Engel GOTTES mussten erzittert haben bei dem sich abspielenden Drama, das in dem Höhepunkt des Kreuzestodes ihres GOTTES scheinbar geendet hatte. Welch ein Fest muss die Finsternis gefeiert haben während den drei Tagen des Todes Jesu. Welch eine Trauer muss unter den Engeln während dieser Tage geherrscht haben. Die einzigen, die ruhig und souverän dem ganzen Geschehen folgen konnten, war die göttliche Dreieinigkeit selbst. Der Vater wusste, dass der Sohn nicht versagen würde. Niemand sonst kannte den vollkommen Plan GOTTES. Niemand sonst wusste, was geschehen würde. GOTT allein hatte alles in der Hand, während alles so aussah, als ob Er die Kontrolle verloren hätte. Nie wurde die Gottheit GOTTES so sichtbar und offenbar wie bei der Kreuzigung, dem Tode und der Auferstehung des Sohnes GOTTES. Nie hatte die Welt einen größeren, mächtigeren und gütigeren GOTT erlebt als in den Stunden des Sterbens und des Sieges Christi. Die letzten Kapitel des Johannes-Evangeliums enthalten verschiedene Begebenheiten, durch die die Ich-bin-Aussagen des Herrn verdeutlicht werden.