GOTTES Tür für unsere Errettung (Joh. 10,1-10)

Türen dienen dazu, das Innere vom Äußeren zu trennen und gleichzeitig zu verbinden. Räume, die durch Wände getrennt sind, werden durch geöffnete Türen verbunden und durch geschlossene Türen getrennt. Durch eine Haustür kann der Hausherr entscheiden, wer in sein Haus eintreten darf und wer nicht. Jeder, der durch die Haustür in das Haus eintritt, ist ein Freund und Gast des Hausherrn. Jeder, der nicht durch die Haustür das Haus betritt, ist ein Eindringling, der nicht gekommen ist, um Gemeinschaft mit den Hausbewohnern zu haben, sondern um zu stehlen und zu verderben. Christus ist die Tür für die Schafe. Christus ist nicht nur der Hirte der Schafe, der durch die Tür zu den Schafen eingeht, sondern Er ist auch die einzige Tür, durch die die Schafe in die Schafhürde eintreten können. Es gibt keine andere Tür neben Jesus Christus. Er ist der einzige Zugang zum Vater. Es gibt nur eine enge Pforte, durch die man auf den schmalen Weg treten kann (vgl. Mt. 7,14). Nicht viele finden diese Pforte und wenn sie sie gefunden haben, laufen viele an der Tür zu den Schafen vorbei und suchen einen anderen Eingang. Jeder, der nicht durch die Tür zu den Schafen eingeht, der ist ein Dieb und ein Räuber. Diebe und Räuber haben nicht das Wohl der Schafe im Sinn. Sie wollen die Schafe nicht weiden, ernähren und sich um sie kümmern. Sie wollen die Schafe stehlen, um sie zu schlachten, zu verspeisen oder zu verkaufen. Ein Dieb hat immer nur sein eigenes Wohl im Blick. Er interessiert sich nicht für das Wohl derjenigen, die er bestiehlt. Er schaut nur auf seinen eigenen Vorteil. Ein Irrlehrer hat nicht das ewige Wohl der Schafe als Ziel. Er ist ein Dieb. Irrlehrer wollen sich selbst in den Mittelpunkt stellen. Sie wollen angebetet werden. Sie wollen Macht ausüben und andere unterdrücken. Ein Irrlehrer weist nicht auf den echten Hirten der Schafe hin, sondern er will sich selbst zum Hirten für die Schafe machen. Irrlehrer weichen immer von dem biblischen Christus ab. Irrlehrer versuchen immer die Lehre und die Person Christi zu verfälschen. Einen guten Hirten erkennt man daran, dass er durch die Tür zu den Schafen eingeht. Der Hirte, dem die Schafe gehören, hat es nicht nötig, über den Zaun oder über die Mauer zu steigen, weil er den Schlüssel zu den Schafen hat. Der Türhüter kennt den Hirten und die Schafe kennen den Hirten. Weder der Türhüter noch die Schafe fallen auf einen falschen und schlechten Hirten herein. Sie erkennen sofort den Unterschied zwischen einem guten Hirten und einem Dieb und Räuber. Die Schafe, die in den Schafhürden eingesperrt waren, mussten die Stimme des Hirten kennen, weil sie sonst einem falschen Hirten nachgefolgt wären. In einer Schafhürde waren nicht nur die Schafe eines Hirten eingeschlossen, sondern die Schafe von vielen verschiedenen Hirten. Jeder Hirte, der seine Schafe aus der Schafhürde hinaus auf die Weide führen wollte, rief sie mit lauter Stimme zu sich. Christus als der beste Hirte ruft Seine Schafe nicht nur zu sich, sondern Er ruft sie mit Namen. Er kennt jeden einzelnen von uns. Christus weiß, wer wir sind. Sobald ein Mensch durch die Tür für die Schafe eingeht, gehört er zur Herde GOTTES. Jeder Mensch, der durch diese Tür getreten ist, hat einen guten Hirten. Nur durch Christus können wir in das Reich GOTTES eintreten. Wenn jemand durch Christus hineingeht, wird er gerettet werden und ein- und ausgehen und Weide finden. Durch diese Tür einzutreten, bedeutet nicht, ein Leben in Freiheit aufzugeben, sondern ein Leben in Freiheit zu führen. Christus sperrt Seine Schafe nicht ein. Er ist keine verschlossene Tür. Seine Schafe dürfen ein- und ausgehen. Sie sind nicht eingeengt durch die Schafhürde. Christi Schafe dürfen die besten Weiden genießen. Die Tür für die Schafe dient nicht als Schikane, sondern als Schutz. Was die Tür für die Errettung des Menschen bedeutet, bedeutet der gute Hirte für die Nachfolge eines Christen. Jeder Mensch muss durch die Tür für die Schafe eingehen, um vom guten Hirten in Seine Herde aufgenommen zu werden. Die Tür zu den Schafen wird von einem Schaf in der Herde GOTTES nicht nur einmal am Anfang seines Glaubenslebens betreten, sondern täglich gemeinsam mit dem guten Hirten. Das erste Passieren der Tür zu den Schafen dient zur Errettung, jedes weitere Aus- und Eingehen durch die Tür dient zum Weiden. Die Reinigung durch das Blut Christi brauchen wir täglich. Wie bei Petrus müssen auch uns immer wieder neu die Füße gewaschen werden. Wir brauchen jeden Tag GOTTES Vergebung. Die Nachfolge eines Christen basiert auf dem gleichen Prinzip wie die Erlösung. Ohne die Vergebung GOTTES gibt es keine Erlösung und auch keine Nachfolge. Nur wenn wir durch die Tür des Opfers Christi eingegangen sind, können wir Christus auch nachfolgen. Im alten Bund war das Allerheiligste hinter einem großen Vorhang verschlossen. Dieser Vorhang diente als Trennung zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten. Die Priester dienten täglich im Heiligen. Das Allerheiligste durfte nur einmal pro Jahr von dem Hohenpriester betreten werden, um die Sühnung für das Volk zu erwirken. Der Zugang zum Allerheiligsten war durch den Vorhang versperrt. Dieser Vorhang war eine Tür, die das ganze Jahr über verschlossen bleiben musste und nur einmal im Jahr geöffnet werden durfte. Der Zugang zu GOTT war durch eine Tür verriegelt. Nur durch das Blut Christi haben wir den Zugang „zum Eingang in das Heiligtum, den Er uns eingeweiht hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang hindurch, das heißt, durch Sein Fleisch“ (Heb. 10,19-20). Das Fleisch Christi musste erst zerrissen werden, damit wir freien Zugang zum Allerheiligsten haben konnten. Der Vorhang im Tempel war eine verschlossene Tür, die nur durch den Tod Christi geöffnet werden konnte. Erst durch das Sterben des guten Hirten wurde die verschlossene Tür geöffnet. Nur wenn wir durch die Tür des Opfers Christi eingegangen sind, können wir Christus auch nachfolgen. Die Israeliten im alten Bund mussten ihre Türrahmen mit dem Blut eines makellosen Lammes bestreichen, um von dem Gericht GOTTES errettet zu werden (vgl. 2.Mo. 12). Nur wer durch eine blutgetränkte Tür in das Haus eingegangen war, war sicher vor dem Würgeengel. Jeder, der nicht in ein Haus mit einer blutigen Tür, sondern ein Haus mit einer unblutigen Tür getreten war, musste sterben. Nur die Menschen, die sich hinter einer mit Blut bestrichenen Tür geborgen hatten, haben überlebt. Im alten Bund mussten sich die Israeliten hinter einer blutbestrichenen Tür verstecken, um vor dem Würgeengel sicher zu sein. Im neuen Bund ist der Sohn GOTTES selbst die Tür für die Schafe, durch die die Schafe beschützt und errettet werden. Die Voraussetzung für diese Errettung und Erlösung ist das Eintreten durch die Tür für die Schafe.