
Christus verwendete dieses Bild des Brotes und des Bluts, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Viele Seiner Jünger hielten Seine Worte für zu hart und zu herzlos. Sie dachten, dass Sein erhobener Anspruch an sie zu weit ginge. Sie wollten sich nicht völlig mit Ihm identifizieren und Ihn in ihr Herz aufnehmen. Sie wollten nur Brot für den Magen und nicht für das Herz. Einige der Jünger Jesu glaubten nicht an das Brot des Lebens und sie kamen nicht zum Brot des Lebens. Sobald die Reden des Herrn härter und radikaler wurden, wollten sie Ihm nicht mehr zuhören. Sie verließen Ihn. Er wusste genau, wer von den Menschen tatsächlich an Ihn geglaubt hat und wer nicht. Er kannte sogar von Anfang an Seinen Verräter. Er wusste, dass einige Seiner Jünger unter vorgehaltener Hand über Seine Worte murrten und Er sprach sie darauf an. Für die Menschen war es ein Ärgernis, dass der Herr sich als das Brot des Lebens, das aus dem Himmel herabgekommen ist, um den Menschen ewiges Leben zu geben, bezeichnete. Wenn sie sich schon über Sein Kommen so ärgerten, wie sehr würden sie sich dann über Sein Gehen ärgern. Die Menschen erwarteten, dass der Herr sie für den Rest ihres Lebens mit Brot versorgen sollte. Der Plan GOTTES war aber, dass Christus innerhalb kurzer Zeit wieder zum Vater in den Himmel auffahren sollte. Wenn Menschen nur zu Christus kommen, damit Er ihre Bedürfnisse befriedigt, werden sie sich über Ihn ärgern, weil Er nicht vorhat, ihnen ein angenehmes und bequemes Leben zu bereiten. Christus will, dass wir im Glauben an Ihn auf dieser Erde leben, auch wenn wir Ihn nicht sehen und Er nicht fühlbar und physisch bei uns ist. Menschen brauchen den Geist GOTTES, damit das Brot des Lebens ihnen Leben schenken kann. Die Worte Christi sind Geist und sind Leben. Durch Sein Wort wirkt der Geist GOTTES an uns und bewirkt in uns eine Wiedergeburt, die zu ewigem Leben führt. Christus wusste ganz genau, dass Menschen nicht aus eigenen Ambitionen und aus eigener Initiative zu Ihm kommen konnten. Nur die können zu Christus kommen, die vom Vater zu Ihm geleitet werden. Selbst ein Judas, der länger durchgehalten hatte, als die ungläubigen Jünger, die den Herrn hier verließen, ist letztendlich von Christus abgefallen. Er hatte den Herrn drei Jahre auf Schritt und Tritt begleitet und Ihn dann doch verraten. Judas blieb bei dem Herrn hier oberflächlich betrachtet treu. In seinem Herzen war er Christus aber immer schon untreu gewesen und hat Ihn und die anderen Jünger bestohlen. Als die ungläubigen Jünger den Herrn verlassen hatten, fragte Er Seine 12 Apostel, ob sie nicht auch weggehen wollten. Petrus antwortete Ihm, dass es niemanden gäbe, zu dem sie gehen könnten, weil nur Er Worte des ewigen Lebens habe und sie geglaubt und erkannt hätten, dass Er der Christus, der Sohn des lebendigen GOTTES sei. Johannes benutzte in diesem Vers den griechischen Begriff „Rhema“ für das „Wort“. Das „Rhema“ steht im griechischen für das gesprochene Wort. Das Logos steht in der Bibel für Christus und das gesamte, geschriebene Wort GOTTES. Wenn GOTT persönlich zu uns redet, dann ist das ein Rhema. Wenn das Logos persönlich zu uns redet, dann ist das ein Rhema. Das Logos kommuniziert durch das Rhema. Wenn GOTT nicht persönlich zu uns redet, dann bleibt Sein Wort für uns kraftlos und leblos. Nur durch GOTTES persönliches Rhema wird das Logos für uns lebendig, wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Das Logos und das Rhema sind in der Person GOTTES untrennbar miteinander verbunden. GOTTES Wort ist nie leer und unpersönlich, sondern es richtet immer das aus, wozu es gesandt wurde. In 11 der 12 Apostel hatten die Worte GOTTES ewiges Leben bewirkt. In einem der 12 Apostel hatten sie den Tod und die ewige Verdammnis bewirkt. Christus hatte alle 12 Apostel erwählt, aber einer von ihnen war ein Teufel. Einer von ihnen sollte und wollte Ihn verraten. Nicht jeder der Apostel war dazu erwählt, das Reich GOTTES zu bauen. Christus hatte nicht nur treue Diener erwählt, sondern auch einen bösen und untreuen Knecht. Alle würden sie Ihn verleugnen und verlassen, aber Judas würde Ihn verraten. Judas war der richtige Mann für den Verrat am Sohn GOTTES, weil Judas ein Verräter war. Christus wusste, als Er Judas zum Apostel erwählt hatte, dass er ein Verräter war. Es gab keinen besseren als ihn, um Christus zu verraten.