Die 4 Säulen der Gemeinde

Apostelgeschichte 2,42: Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten.

Wir finden in diesem Vers die sogenannten vier Säulen der Gemeinde. Die vier Säulen der Gemeinde sind nicht das Fundament oder der Fels der Gemeinde (vgl. 1. Kor. 3,11 + 1. Kor. 10,4). Das Fundament der Gemeinde ist Christus. Zur Grundsteinlegung der Gemeinde haben wir nichts beigetragen. Das war allein das Werk Christi. Das Fundament wurde uns geschenkt. Für die vier Säulen in der Gemeinde sind wir aber zu einem sehr großen Teil als Gemeinde selbst verantwortlich.

1. Korinther 3,9-13: Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr aber seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau. Gemäß der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf. Jeder aber gebe acht, wie er darauf aufbaut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wenn aber jemand auf diesen Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, so wird das Werk eines jeden offenbar werden; der Tag wird es zeigen, weil es durchs Feuer geoffenbart wird. Und welcher Art das Werk eines jeden ist, wird das Feuer erproben.

Jeder Mensch ist selbst dafür verantwortlich, was er auf dem Grund oder dem Fundament aufbaut. Christus ist das Fundament einer Gemeinde und Christus allein ist für dieses Fundament verantwortlich, aber was auf diesem Fundament aufgebaut wird, ist nicht die Verantwortung Christi. Das überlässt Er uns. Wir können Gold, Silber und kostbare Steine, die das prüfende Feuer GOTTES überstehen, auf dem Fundament aufbauen oder wir können Holz, Heu und Stroh verwenden, die letztendlich verbrennen werden. Die Qualität und der Zustand der örtlichen Gemeinde ist unsere Verantwortung, nicht die Verantwortung Christi. Wir machen es uns zu einfach, wenn wir immer sagen, dass alles am Segen des Herrn liegt. Ganz nach dem Motto aus Psalm 127,1: „Wenn der HERR nicht das Haus baut, dann arbeiten umsonst, die daran bauen; wenn der HERR nicht die Stadt behütet, dann wacht der Wächter umsonst.“ Natürlich liegt alles am Segen des Herrn. Natürlich können wir ohne Christus nichts tun. Natürlich sind wir in absolut allem abhängig vom Herrn. Aber wer ist schuld daran, wenn der Segen des Herrn ausbleibt? GOTT will segnen. Wir dürfen den Segen GOTTES nur nicht durch Sünde verhindern. GOTT ist niemals schuld daran, wenn jemand lieber Holz und Stroh zum Bauen verwendet als Gold und kostbare Steine. Wir müssen uns an die überlieferte Lehre der Apostel halten, wir müssen die geistliche Gemeinschaft mit Geschwistern suchen, wir müssen das Mahl des Herrn in würdiger Art und Weise halten und wir müssen beten. GOTT hat uns die Lehre der Apostel, die Gemeinschaft der Gläubigen, das Brotbrechen und das Gebet zur Verfügung gestellt, aber wir sind dafür verantwortlich, diese Dinge in der Abhängigkeit von GOTT zu nutzen und aufzubauen. Wenn eine Gemeinde diese vier Säulen nicht besitzt, ist das die Schuld dieser Gemeinde. Wir sind nicht dafür verantwortlich, diese vier Säulen zu konstruieren oder zu entwerfen. Das hat GOTT getan. Die Konstruktion und die Definition der Lehre der Apostel, der Gemeinschaft, des Brotbrechens und des Gebets finden wir in GOTTES Wort. Wir müssen die vier Säulen nicht erfinden oder unserer Kreativität freien Lauf lassen, um schöne Säulen bauen zu können. Wir müssen dem gehorchen, was GOTT in Seinem Wort sagt. Die Lehre der Apostel finden wir in GOTTES Wort niedergeschrieben. Wie GOTT sich Gemeinschaft vorstellt und was diese Gemeinschaft stört oder zerstört, finden wir auch in GOTTES Wort. Das Brotbrechen wird in GOTTES Wort beschrieben und wie wir beten sollen, finden wir auch in der Bibel überliefert. Wir müssen es einfach nur anwenden und umsetzen. Wenn wir uns ganz einfach an das halten, was in der Bibel steht, dann können wir in der Abhängigkeit von GOTT eine Gemeinde bauen, die aus Edelsteinen und nicht aus Stroh besteht.

Lehre der Apostel

Die Lehre der Apostel bezieht sich natürlich auf alles, was in GOTTES Wort steht. Der Glaube kommt aus der Predigt und die Predigt kommt aus dem Wort GOTTES (vgl. Röm. 10,17). Die Lehre der Apostel muss aus GOTTES Wort kommen und nicht aus Bibelkommentaren oder anderen Büchern. Wenn du auf Bibelkommentare, Bücher und Predigten Anderer angewiesen bist, um Predigten vorzubereiten, dann hör auf zu predigen und nimm dir ein paar Jahre Zeit, um GOTTES Wort zu studieren und in der Schule GOTTES zu lernen. Wenn wir uns mit Bibelkommentaren auf eine Predigt vorbereiten anstatt mit der Bibel, dann sollten wir lieber nicht predigen. Das Predigen ist einer der wichtigsten Dienste in einer Gemeinde. Prediger können einer Gemeinde mehr schaden als ein Ältester. Die Irrlehrer zur Zeit der Urgemeinde waren üblicherweise keine Ältesten in der Gemeinde, sondern Prediger. Wer den Predigtdienst zur Selbstverwirklichung oder zur Verbreitung der eigenen Ansichten missbraucht, zerstört eine Gemeinde und zerstört die Gemeinschaft. Eine der vier fundamentalen Säulen der Gemeinde ist echte, biblische Lehre, durch die GOTT verherrlicht wird. Ohne die Lehre der Apostel kann eine Gemeinde auf Dauer nicht gegen die Angriffe des Teufels bestehen. Wir brauchen das Schwert des Geistes, um uns gegen die Angriffe des Teufels wehren zu können. Wir brauchen die Wahrheit, um uns vor der Lüge schützen zu können.

Gemeinschaft

Die Gemeinschaft in einer Gemeinde basiert auf einer gesunden und biblischen Lehre. Wenn es Menschen in einer Gemeinde gibt, die von der Lehre der Apostel abweichen, ist Gemeinschaft in dieser Gemeinde unmöglich. Gemeinschaft heißt hier nicht zu allererst Gemeinschaft mit den Geschwistern, sondern eine gemeinsame Gemeinschaft mit GOTT. Wenn wir als Gemeinde zusammen Gemeinschaft mit GOTT haben, dann haben wir Gemeinschaft im Sinne dieses Verses. Zur Gemeinschaft der Gläubigen gehören das Wort GOTTES, das Abendmahl und das Gebet immer mit dazu. Gemeinschaft heißt nicht, dass man zusammen Brettspiele spielt, zusammen Fußball spielt oder sich über Politik unterhält. Es geht hier nicht um soziale Gemeinschaft, sondern um geistliche Gemeinschaft. Wir sollten aufpassen, dass soziale Gemeinschaft die geistliche Gemeinschaft in einer Gemeinde nicht verdrängt und ersetzt. Geistliche Gemeinschaft heißt auch nicht, dass man über scheinbar hochtheologische Themen diskutiert und einen fast schon wissenschaftlichen Austausch über bspw. die kleinen Propheten oder über systematische Theologie hat, um zu zeigen, wie schlau man ist. Geistliche Gemeinschaft heißt, dass man sich einander mitteilt, dass man über das redet, was einem aus dem Wort GOTTES wichtig geworden ist, dass man zusammen singt und zusammen betet und auch mit den Armen teilt. Gemeinschaft ist aber nur dann möglich, wenn jeder Einzelne Buße tut über seiner Sünde. Wenn wir Diebe, Lästerer, Lügner und Verleumder in der Gemeinde dulden, dann zerstören wir dadurch die Gemeinde. Es reicht nicht, GOTT um Vergebung zu bitten. GOTT erwartet, dass wir auch Buße tun. Vergebung ohne Buße nennt sich billige Gnade und das ist eine Irrlehre. Wer wirklich wiedergeboren ist, der tut Buße. An der Bußfertigkeit eines Menschen und an den Früchten der Buße im Leben eines Menschen zeigt sich, ob die Person wirklich wiedergeboren ist oder nicht. Wir alle sündigen und machen uns schuldig vor GOTT und vor Menschen. Sündigen werden wir immer, solange wir auf dieser Erde sind. Die Frage ist nur, ob wir Buße tun oder nicht. Ein einziger Achan, ein Lügner, ein Betrüger, ein Heuchler und ein Dieb im Haus GOTTES reicht aus, um geistliche Siege der Gemeinde zu verhindern. Ein Achan reicht aus, um geistliche Gemeinschaft zu zerstören. Wenn ein Achan in unserer Mitte ist, wird dadurch die geistliche Gemeinschaft für alle anderen unmöglich. Wenn wir Sünde in unserem Leben verheimlichen, dann sind wir nicht würdig an der Gemeinschaft der Gläubigen und am Mahl des Herrn teilzunehmen. Wer nicht würdig ist, an der Gemeinschaft der Gläubigen teilzuhaben, ist auch nicht würdig am Mahl des Herrn teilzunehmen. Die wichtigste Gemeinschaft, die Kinder GOTTES haben können, sind das Brotbrechen und das Gebet.

Brotbrechen

Das Mahl des Herrn ist keine unbedeutende Nebensache, sondern eine zentrale und essentielle Säule der Gemeinde, auf der ein sehr großer Segen ruht. GOTT ist das Mahl des Herrn sehr, sehr wichtig. Das erkennt man an den Folgen, die es für die Gemeinde in Korinth hatte, als sie unwürdig am Mahl des Herrn teilgenommen hatten. Es gab viele Schwache, Kranke und Entschlafene unter ihnen (vgl. 1. Kor. 11,30). Grundsätzlich werden wir natürlich zuallererst durch das Opfer und durch das Blut Christi geheiligt und gereinigt. Beim Abendmahl erinnern wir uns an das Opfer unseres Herrn und nur durch dieses Opfer und nur durch die Wiedergeburt kann ein Mensch würdig werden, am Mahl des Herrn und an der Gemeinschaft der Gläubigen teilzunehmen. Wenn wir jetzt aber bewusst wie Achan Sünde in unserem Leben dulden und uns weigern, Buße zu tun, dann steht diese Sünde zwischen uns und GOTT. Dann können wir keine Gemeinschaft mit GOTT und auch keine Gemeinschaft mit den Geschwistern haben. GOTT vergibt Sünde, Er schaut aber nicht über Sünde hinweg. Wenn wir bußfertig um Vergebung bitten, vergibt GOTT uns jede Sünde. Ganz egal wie groß sie ist. Wir müssen das Mahl des Herrn in würdiger Art und Weise halten, nicht wie die Korinther. Zum Brotbrechen gehört immer mindestens auch eine Form des Gebets, nämlich die Danksagung. Wir sollen uns an das erinnern, was der Herr für uns getan hat und Ihn dafür loben, preisen und anbeten.

Gebet

Zu einer Gemeinde gehören aber auch noch verschiedene andere Formen des Gebets, bspw. die Fürbitte. Ich denke nicht, dass es GOTTES Wille ist, dass das Gebet in eine ungenutzte und unbesuchte Gebetsstunde verbannt wird. Gebet gehört mitten in eine Gemeinde. Gebet ist die wichtigste Säule der Gemeinde. Ich hatte mehrfach betont, dass wir dafür verantwortlich sind, die Säulen der Gemeinde in der Abhängigkeit von GOTT zu bauen und umzusetzen. Jetzt möchte ich betonen, dass alles vom Gebet abhängt. Die Qualität der Lehre, die Gemeinschaft und das würdige Brotbrechen hängen tatsächlich vom Segen GOTTES ab und diesen Segen erhalten wir nur, wenn wir GOTT darum bitten. Durch Gebet zeigen wir, ob wir wirklich glauben, dass wir von GOTT abhängig sind oder nicht. Wer nicht betet, glaubt auch nicht, dass er ganz von GOTT abhängig ist. Das Gebet bestimmt die Lehre in der Gemeinde, die Gemeinschaft und das Brotbrechen. Ohne Gebet gibt es keine Gemeinde, weil es ohne Gebet keine Gegenwart GOTTES gibt. ohne die Gegenwart GOTTES in einer Gemeinde sind wir nur eine Versammlung von Menschen. Nur durch GOTT wird die Gemeinde zur Gemeinde.