Die Abhängigkeit der Reben vom Weinstock (Joh. 15,1-11)

Christus ist der wahre Weinstock und der Vater ist der Weingärtner. Jede Rebe an Christus, die Ihn nicht durch Frucht verherrlicht, nimmt Er weg. Jede, die Frucht bringt, reinigt Er durch einen lebenslangen Prozess, damit sie noch mehr Frucht bringt. Als Kinder GOTTES wurden wir durch GOTTES Wort gereinigt und wiedergeboren. Das Volk Israel hatte in der Vergangenheit nicht die Frucht gebracht, die es bringen sollte. GOTT hatte immer wieder im Laufe der Geschichte geduldig auf Frucht gewartet, aber sie brachten keine Frucht. Diejenigen aus GOTTES Volk, die keine Frucht brachten, wurden vom Weinstock entfernt. Diejenigen, die Frucht brachten, wurden gereinigt, damit sie noch fruchtbarer wurden. Die Voraussetzung für Frucht ist eine enge, dauerhafte und anhaltende Verbindung zum Weinstock. Wer nicht in Christus bleibt, kann auch keine Frucht bringen. Eine Rebe, die vom Weinstock abgetrennt wird, bringt keine Frucht. Sie kann von sich aus keine Frucht bringen. Adam und Eva sind nicht in GOTT geblieben. Sie hatten eine enge Gemeinschaft mit GOTT, haben diese aber durch Sünde zerstört und wurden deshalb aus dem Garten Eden und aus der Beziehung zu GOTT verstoßen. Der Herr spricht hier eine sehr deutliche und sehr radikale Warnung an all diejenigen aus, die nicht in Ihm bleiben. Er sagt in Vers 6, dass sie weggeworfen werden, dass sie verdorren, danach ins Feuer geworfen werden und brennen. Für diejenigen, die aber in Ihm bleiben, hat Er viel Frucht vorgesehen. GOTT will, dass wir Ihn durch viel Frucht verherrlichen. Wenn die Bibel von Frucht redet, redet sie nicht von dem, was wir unter Dienst verstehen. Viel Frucht bedeutet nicht, dass man sich viel in einer Gemeinde engagiert. Man kann viele Dienste in der Gemeinde übernehmen, und gar keine Rebe am Weinstock sein. Heutzutage versuchen Menschen, sich durch Dienste in der Gemeinde selbst zu verwirklichen. Sie wollen sich selbst das Gefühl geben, dass sie wichtig, nützlich und wertvoll sind. Sie wollen etwas Positives bewirken. Manche Menschen müssen sich selbst beweisen, dass andere sie brauchen. Sie suchen die Ehre der Menschen und sind dadurch eine Schande für GOTT. Den Galatern sagt Paulus folgendes:

Gal. 1,10: Rede ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich allerdings den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich nicht ein Knecht des Christus.

Wenn wir die Ehre der Menschen suchen und meinen, dass viel Gemeindearbeit viel Frucht bedeutet, haben wir gar nichts vom Bleiben in Christus verstanden. Den Galatern sagt GOTT, was Er unter Frucht versteht:

Gal. 5,22: Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.

Frucht ist nicht das, was wir tun, wenn andere Menschen uns zuschauen, sondern das, was wir sind, wenn nur GOTT uns sieht. Viel Frucht bedeutet viel verändertes Leben, viel veränderten Charakter, viel verändertes Denken und Handeln. Die Frucht ist eine automatische Folge des Bleibens in Christus. GOTTES Befehl lautet nicht „Bringt viel Frucht!“, sondern „Bleibt in mir!“. Wenn der Dienst in der Gemeinde, das einzig christliche an unserem Leben ist, dann gehören wir nicht zu denen, die in Christus bleiben. Wenn unser Gemeindeleben nicht mit unserem Alltagsleben übereinstimmt, bringen wir gar keine Frucht. GOTT will keine Menschen, die nur in der Gemeinde Reben sind, im Berufsleben aber Unkraut. Wir verherrlichen GOTT nicht zuallererst durch unsere Dienste in der Gemeinde. Wir verherrlichen GOTT durch Früchte des Geistes. Jeder Mensch kann sich viel einbringen und viel engagieren, aber nicht jeder kann vom Geist GOTTES erfüllt werden. Das Meiste von dem, was im Namen Christi getan wird, wird ohne Ihn getan. Wenn der Herr sagt, dass wir getrennt von Ihm nichts tun können, dann meint Er damit, dass wir getrennt von Ihm keine Früchte des Geistes bringen können. Wir sind abhängig von GOTT. Jeder Mensch ist abhängig von GOTT. Auch Nicht-Christen sind abhängig von GOTT. In Christus zu bleiben, heißt nicht, abhängig von GOTT zu sein. Wir sind sowieso abhängig von Ihm, ob wir in Ihm bleiben oder nicht. Eine Rebe, die vom Weinstock entfernt wurde, ist genauso vom Weinstock abhängig, wie die Rebe, die am Weinstock ist. In Christus zu bleiben, heißt auch nicht, das Bewusstsein der Abhängigkeit von GOTT zu haben. Auch Namenschristen wissen genau, dass sie abhängig sind von GOTT. Ob eine Rebe, die nicht am Weinstock ist, weiß, dass sie den Weinstock eigentlich braucht oder es eben nicht weiß, macht für sie keinen großen Unterschied. Es kommt nicht auf das an, was wir wissen, sondern auf das, was wir erlebt haben. Wenn wir alles über Wiedergeburt wissen, aber nie eine Wiedergeburt erlebt haben, sind wir trotzdem verloren. GOTT beschreibt uns, was Er darunter versteht, in Christus zu bleiben.

Joh. 15,7-11: Wenn ihr in Mir bleibt und Meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteilwerden. Dadurch wird Mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und Meine Jünger werdet. Gleichwie Mich der Vater liebt, so liebe Ich euch; bleibt in Meiner Liebe! Wenn ihr Meine Gebote haltet, so bleibt ihr in Meiner Liebe, gleichwie Ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in Seiner Liebe geblieben bin. Dies habe Ich zu euch geredet, damit Meine Freude in euch bleibe und eure Freude völlig werde.

GOTT zählt hier GOTTES Wort, Gebet, Nachfolge bzw. Jüngerschaft, Liebe und Gehorsam auf. Wenn GOTTES Wort, Gebet, Nachfolge, Liebe und Gehorsam in unserem Leben eine Realität sind, dann bleiben wir in Christus. Diese fünf Dinge hängen alle zusammen und hängen alle voneinander ab. Wir können keins ohne das andere haben. Wir können nicht vier haben und eins nicht. Entweder wir haben alle oder wir haben gar keins. Ob wir in Christus bleiben, hängt von unserer Beziehung zu GOTTES Wort, von unserem Gebetsleben, von unserer Nachfolge oder Jüngerschaft, von unserer Liebe und von unserem Gehorsam ab. GOTTES Wort muss in uns bleiben, wenn wir in GOTT bleiben wollen. Wir können uns nicht von GOTTES Wort abwenden, aber in GOTT bleiben. Wir können nur dann als Jünger Christus nachfolgen, wenn wir uns an das halten, was in GOTTES Wort steht. Wir können GOTT nur gehorchen, wenn wir Seinem Wort gehorchen. Wir können nicht sagen, dass wir GOTT gehorchen, wenn wir GOTTES Wort verwässern und verfälschen, wo wir nur können, um es unserem gottlosen Leben anzupassen. GOTTES Wort und Gebet sind das Fundament für Nachfolge, Liebe und Gehorsam. Jedes aufrichtige Kind GOTTES weiß, wie einfach es ist, GOTT zu gehorchen, wenn das Gebetsleben und das Bibellesen in Ordnung ist und wie schwer es ist, wenn diese beiden Dinge fehlen und zu kurz kommen. Wir müssen erst in GOTTES Wort leben, bevor wir GOTTES Wort ausleben. GOTTES Wort muss erst in uns bleiben, damit wir in GOTTES Wort bleiben können. Nachfolge heißt, GOTTES Führung zu folgen. Jünger ahmen ihren Meister nach. Jünger gehen dahin, wohin der Meister geht. Jünger hören auf das, was der Meister ihnen sagt. Sie meinen nicht, dass sie es besser wissen als der Meister.

1. Joh. 2,3-6: Und daran erkennen wir, dass wir Ihn erkannt haben, wenn wir Seine Gebote halten. Wer sagt: »Ich habe Ihn erkannt«, und hält doch Seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in einem solchen ist die Wahrheit nicht; wer aber Sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen geworden. Daran erkennen wir, dass wir in Ihm sind. Wer sagt, dass er in Ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist.

1. Joh. 2,24: Was ihr nun von Anfang an gehört habt, das bleibe in euch! Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, so werdet auch ihr in dem Sohn und in dem Vater bleiben.

Wenn wir von uns behaupten wollen, dass wir in Christus bleiben, müssen wir so wandeln und leben, wie Christus gelebt hat und Ihm nachfolgen. Wer in Christi Wandel bleibt, der bleibt in Christus. Nur derjenige, der seinem Meister als Jünger nachfolgt, kann in Christus bleiben. An unserem täglichen Leben können wir erkennen, ob wir in Christus sind oder nicht. Wir müssen an dem Wort GOTTES, das wir von Anfang an gehört haben, festhalten. Wenn wir in GOTTES Wort bleiben, sind wir wahrhaftig Seine Jünger (vgl. Joh. 8,31). Wir dürfen dem ursprünglich überlieferten Wort GOTTES nichts hinzufügen oder etwas von ihm weglassen. Kinder GOTTES müssen sich an das halten, was GOTTES Wort seit Anbeginn der Zeit sagt und überliefert. Wir dürfen keine neuen Lehren oder neuen Lebensweisen erfinden, wenn wir in Christus bleiben wollen. In Christus zu bleiben, heißt, in Seiner Liebe zu bleiben. Wir bleiben in Seiner Liebe, wenn wir Seine Gebote halten.

1. Joh. 3,24: Und wer seine Gebote hält, der bleibt in Ihm und Er in ihm; und daran erkennen wir, dass Er in uns bleibt: an dem Geist, den Er uns gegeben hat.

1. Joh. 4,12-16: Niemand hat Gott jemals gesehen; wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und Seine Liebe ist in uns vollkommen geworden. Daran erkennen wir, dass wir in Ihm bleiben und er in uns, dass er uns von Seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Retter der Welt. Wer nun bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er in Gott. Und wir haben die Liebe erkannt und geglaubt, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

Wir müssen GOTTES Gebote halten, um in Ihm zu bleiben. Wir müssen GOTT gehorchen und GOTT und unsere Mitmenschen lieben. Die Voraussetzung, um in Christus bleiben zu können, ist, Seinen Geist zu haben. Nur wenn GOTTES Geist die Liebe in unsere Herzen ausgegossen hat (vgl. Röm. 5,5), können wir in GOTT bleiben. Ohne GOTTES Geist sind wir keine Reben am Weinstock.

1. Joh. 5,3: Denn das ist die Liebe zu GOTT, dass wir Seine Gebote halten und Seine Gebote sind nicht schwer.

In diesem Vers definiert GOTT, was Er unter Liebe versteht. 1. Johannes 5,3 enthält die Definition GOTTES von Liebe. Wenn wir GOTT fragen könnte, was Liebe ist, würde Er sagen: „Das ist die Liebe, dass ihr meine Gebote haltet“. Die Antwort auf die Frage, wer Liebe ist, ist „GOTT ist Liebe“. Die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses (vgl. Röm. 13,10). Die Liebe steht am Anfang vor den Geboten und die Liebe steht am Schluss nach den Geboten. Die Liebe geht den Geboten voraus. Und die Liebe ist das Endziel der Gebote.

1. Tim. 1,5: Das Endziel des Gebotes aber ist Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben.

Die Liebe kommt vor den Geboten und die Liebe kommt nach den Geboten. Die Liebe ist die Voraussetzung für das Halten der Gebote und die Liebe ist das Ziel des Haltens der Gebote. Wir wachsen in der Liebe, indem wir die Gebote GOTTES halten. Wir lernen zu lieben, indem wir lieben. Wir lernen lieben durch lieben. Echte Liebe kann nur einem von GOTT gereinigten Herzen, einem guten Gewissen und ungeheucheltem Glauben entstammen. Wenn GOTT unser Herz gereinigt hat, können wir ein gutes Gewissen haben und in ungeheucheltem Glauben die Liebe ausleben. Das Blut Christi reinigt unser Gewissen von den toten Werken, damit wir dem lebendigen GOTT dienen können (vgl. Heb. 9,14). Ein Gewissen, das voller toter Werke ist, kann einem lebendigen GOTT nicht dienen und nicht lieben. Ein reines Herz führt zu einem guten Gewissen und ein gutes Gewissen führt zu einem ungeheuchelten Glauben. Ein Leben in ungeheucheltem Glauben erhält und bewahrt unser gutes Gewissen und unser reines Herz, genau wie ein reines Herz und ein gutes Gewissen unseren Glauben bewahren. Wenn wir unser gutes Gewissen von uns stoßen, erleiden wir Schiffbruch im Glauben (vgl. 1. Tim. 1,19). Sobald wir gegen unser Gewissen handeln, fangen wir an, zu heucheln und müssen unsere Gewissensbisse unterdrücken. Sünde sorgt nicht nur für ein schlechtes Gewissen, sondern auch für eine kaputte Beziehung zu GOTT. Wenn wir unsere Beziehung zu GOTT zerstören, indem wir sündigen und keine Buße tun, werden wir im Glauben Schiffbruch erleiden. Unser Gewissen ist wie ein Kompass, der, wenn er intakt ist, uns vor falschen Wegen und vor Sünde warnt. Damit unser Gewissen aber als Kompass funktioniert, dürfen wir es nicht durch ein hartes, unreines und stählernes Herz behindern. Ein Kompass funktioniert nicht, wenn er von Stahl umgeben ist. Ein Gewissen kann nicht gut sein, wenn das Herz verunreinigt und wie Stahl verhärtet ist. Liebe ist rein, gut und ungeheuchelt. Selbst-Verliebtheit ist charakterisiert durch ein unreines Herz, ein schlechtes Gewissen und geheuchelten Glauben. Liebe entspricht den moralischen Anforderungen GOTTES und muss ungeheuchelt sein. Ein gutes Gewissen haben wir, wenn wir uns an das halten, was GOTT sagt. Ein schlechtes Gewissen bekommen wir immer dann, wenn wir etwas Verbotenes, Falsches und Unmoralisches getan haben. Das Geheimnis des Glaubens muss in einem reinen Herzen bewahrt werden (vgl. 1. Tim. 3,9). Ein ungeheuchelter Glaube führt zur Gerechtigkeit vor GOTT, wodurch wir ein gutes Gewissen haben können und unser Herz gereinigt ist. Der Glaube wird durch die Liebe tätig (vgl. Gal. 5,6). Echter, ungeheuchelter Glaube zeigt sich in echter, ungeheuchelter Liebe, welche die Erfüllung des Gesetzes ist. Wer liebt hat das Endziel der Gebote erreicht, weil die Gebote GOTTES letztendlich nur beschreiben und definieren, wie GOTT sich Liebe vorstellt. Der Geist des Gesetzes GOTTES ist die Liebe. Es macht keinen prinzipiellen Unterschied, welches Gesetz wir übertreten, weil wir bei jeder Gesetzesübertretung gegen den Geist des Gesetzes verstoßen (vgl. Jak. 2,8-11). ). Es geht nicht um den Buchstaben des Gesetzes, sondern um den Geist des Gesetzes. Die Lösung des Problems besteht nicht im Unterlassen von Gesetzesübertretungen, sondern im Lieben. Wenn wir lieben, erfüllen wir das Gesetz. Wer seinen Nächsten liebt, wird ihn nicht ermorden oder Lügen über ihn erzählen. Wenn wir GOTT und unsere Mitmenschen vollkommen lieben würden, dann würden wir niemals sündigen. Wir sündigen, weil wir GOTT und unsere Mitmenschen nicht voll-kommen lieben. Die Gebote GOTTES definieren, wie Liebe praktisch aussieht. Durch die Gebote GOTTES wird Liebe definiert. Die Gebote GOTTES offenbaren, was Liebe ist und wie diese Liebe sich in der Praxis auswirkt. Praktizierte Liebe ist immer gerecht und hält sich an die Gebote GOTTES. GOTT überlässt es nicht unserer eigenen Interpretation, zu definieren, was Liebe ist und wie Liebe aussieht. GOTT definiert Liebe selbst, weil Er weiß, dass unser Verständnis von Liebe völlig verzerrt und falsch ist. Würden wir GOTT und unsere Mitmenschen lieben, dann wären die Gebote GOTTES überflüssig. Adam und Eva brauchten keine Gebote, die definierten, wie Liebe praktisch aussieht, weil sie geliebt haben. Adam und Eva hatten GOTT geliebt und sie hatten einander geliebt, deshalb musste ihnen niemand sagen, dass sie einander nicht betrügen, belügen und ermorden sollen. GOTT hat ihnen nur ein einziges Verbot gegeben, damit sie sich für oder gegen Ihn entscheiden konnten. Die ersten Menschen hatten mehrere Aufträge und Verantwortungen bekommen, aber nur ein Gebot oder Verbot. Jedes Mal, wenn wir sündigen, offenbaren wir unsere fehlende Liebe zu GOTT und unsere fehlende Liebe zu unseren Mitmenschen. Adam und Eva haben gesündigt, weil sie GOTT nicht geliebt haben. Wenn wir lieben, dann erfüllen wir das Recht und das Gesetz GOTTES. Wenn wir lieben, halten wir automatisch die Gebote GOTTES. Gehorsam ist praktizierte Liebe. Wenn wir genau das tun würden, was GOTT sagt, dann würden wir alle vollkommen lieben. Wer so lebt, wie GOTT es sagt, der liebt. In Christus zu bleiben, heißt in Seinem Wort zu bleiben. In Christus zu bleiben, heißt, als Sein Jünger Ihm nachzufolgen und so zu wandeln, wie Er gewandelt ist und in Ihm bleiben heißt, in Seiner Liebe zu bleiben und Seine Gebote zu halten.

Joh. 15,7: Wenn ihr in Mir bleibt und Meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteilwerden.

Wenn wir in Ihm bleiben und Seine Worte in uns bleiben, werden wir bitten, was wir wollen und es wird uns zuteilwerden. Wenn wir in Christus bleiben, dann ist es selbstverständlich, dass wir beten. Gebet ist keine Folge davon, in Christus zu bleiben. Es heißt hier nicht: „Wenn wir in Ihm bleiben und Seine Worte in uns bleiben, dann werden wir bitten.“ Es heißt, dass wir, wenn wir in Ihm bleiben, das bekommen, um was wir bitten. Gebet gehört zum In-Ihm-Bleiben dazu. Gebetserhörungen sind eine Folge des In-Ihm-Bleibens. Ohne Gebet können wir nicht in GOTT bleiben. Wenn wir in Christus bleiben, dürfen wir GOTT bitten, um was wir wollen, und Er wird unsere Gebete erhören. Das hört sich riskant an für GOTT. Wenn wir für das beten dürfen, was wir wollen und Er uns dann erhören muss, weil Er uns hier diese Verheißung gegeben hat. Er muss sich ja an das halten, was Er gesagt, verheißen und versprochen hat. Gott hätte ja auch sagen können, dass Er unsere Gebete nur erhört, wenn wir in Ihm bleiben, Seine Worte in uns bleiben und wenn wir für das beten, was Er will. Er verspricht uns hier aber, dass wir um das bitten dürfen, was wir wollen und es wird uns zuteilwerden. Wenn wir in Christus bleiben, dann wollen wir nur noch das, was GOTT will. Wenn wir in GOTTES Wort bleiben, Ihm nachfolgen, Ihn lieben und Seinen Geboten gehorchen, dann werden wir nicht plötzlich im Gebet um Dinge bitten, die GOTT uns nicht geben kann. Wenn wir in Christus bleiben, dann ist unser Wille geheiligt und gereinigt. Wir wollen dann den Willen GOTTES. Natürlich sündigt jeder von uns, aber unsere Herzens-ausrichtung ist dann auf GOTT fokussiert. Wir können nicht GOTTES Willen wollen, aber GOTT nicht wollen. Nur wenn wir wirklich in GOTT bleiben, wollen wir auch, was GOTT will und deshalb kann Er unsere Gebete erhören. Christi Freude bleibt nur in uns, wenn wir in Ihm bleiben. Erst dann kann Gebet für uns zu einer Freude werden. Wenn GOTT unsere Gebete erhören kann, weil sie Seinem Willen entsprechen, ist das Frucht, die GOTT verherrlicht. Wir müssen Jünger des Herrn sein, die in Ihm und in seiner Liebe bleiben.