Abrahams Bleiben in GOTT (1. Mo. 14,17-15,6)

Der Herr sagt uns in Johannes 15, dass wir in Ihm bleiben müssen, um Frucht zu bringen. Er sagt uns, dass wir genauso auf Ihn angewiesen sind, wie die Rebe auf den Weinstock angewiesen ist. Ohne den Weinstock gibt es kein Leben für die Rebe. Die Rebe ist ohne den Weinstock tot. Wir hängen in absolut allem komplett von Christus ab. Wir sind nicht nur hinsichtlich unserer Errettung abhängig vom Herrn, sondern auch hinsichtlich unseres täglichen Lebens. Der Herr belässt es nicht bei dieser theoretischen und abstrakten Aussage, dass wir in Ihm bleiben müssen. Er wird sehr konkret und praktisch und erklärt, was es bedeutet, in Ihm zu bleiben. Er spricht über Sein Wort, über Gebet, über Nachfolge, über Liebe und über Gehorsam. Der Herr erklärt hier, dass alle Seine Reben gereinigt werden, damit sie mehr Frucht bringen. GOTT will, dass wir Zeit mit Ihm im Gebet und im Lesen von Seinem Wort verbringen. Er will, dass wir das tun, was in Seinem Wort steht. Der Grund dafür, zu tun, was GOTT will, soll unsere Liebe zu Ihm sein. Wir sollen GOTT lieben und Ihm deshalb gehorchen. Der Herr hat uns zuerst geliebt und Sein Leben für uns gegeben, damit wir errettet und erlöst werden können. Der Herr will, dass wir Ihn lieben und auch unseren Nächsten lieben, weil Er uns geliebt hat. Er will andere Menschen durch uns lieben. Wir können von uns aus nicht den Willen GOTTES tun. Wir können von uns aus nicht so lieben, wie GOTT sich das vorstellt, aber der Herr Jesus kann. Die Reben sind auf sich allein gestellt untauglich und unfähig, aber der Weinstock ist voller Leben und Kraft. GOTT will, dass wir als Seine Kinder viel Frucht bringen. Er ist nicht mit wenig Frucht zufrieden. In Johannes 15,8 heißt es, dass der Vater dadurch verherrlicht wird, dass wir viel Frucht bringen. Er will viel Frucht und eine reiche Ernte. In Galater 5,22 können wir nachlesen, welche Früchte GOTT von uns erwartet. Er will Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. GOTT will uns innerlich verändern, damit wir äußerlich mehr Frucht bringen können. GOTT will nicht zuallererst oberflächliche, gute Werke, sondern ein verändertes und Ihm hingegebenes Herz. Die äußeren Früchte müssen eine natürliche Folge von unseren inneren Früchten des Geistes sein. Wir brauchen die Früchte des Geistes, um GOTT verherrlichen zu können. Wir müssen diese inneren Früchte entwickeln, indem wir an unserer Beziehung zum Weinstock arbeiten. Wir brauchen Gebet und das Wort GOTTES. In Römer 5,5 heißt es, dass GOTT Seine Liebe durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossen hat. GOTT hat uns durch Seinen Geist eine unendliche Kapazität der Liebe gegeben. Wenn wir in Christus bleiben, können die Ströme des lebendigen Wassers, die Ströme des Geistes GOTTES durch uns hindurchfließen und auch ein Segen für andere Menschen sein. Wenn wir in Christus bleiben, können Seine Liebe, Seine Freude, Sein Friede und Seine Geduld durch uns durchströmen und dann haben wir einen direkten Zugang zur Quelle der Liebe und der Freude auch inmitten von Leid und Schwierigkeiten. Christus hat Sein Leben gelassen für Seine Freunde und Er will, dass auch wir unser Leben für Ihn und unsere Mitmenschen hingegeben.

In 1. Mose 14 gibt es eine Begebenheit aus dem Leben Abrahams, in der Abraham in GOTT geblieben ist und deshalb Frucht bringen konnte. Das war aber nicht immer so im Leben Abrahams. Erst kurze Zeit zuvor war Abraham wegen einer Hungersnot im Lande Kanaan nach Ägypten gezogen und hatte dort den Pharao belogen. Er hatte Angst davor, dass die Ägypter ihn wegen seiner Frau töten würden, weshalb er behauptete, dass sie seine Schwester sei. Der Pharao hat ihn daraufhin sehr streng zurechtgewiesen und ihn aus dem Land geworfen. Er und Lot haben sich dann getrennt und sind verschiedene Wege gegangen. Als Lot entführt wurde, hat Abraham sich mit seinen Knechten aufgemacht, um seinen Neffen zu retten. Abraham war bereit, sein Leben zu lassen für seine Freunde. Er hatte Lot geliebt und war bereit, für Lot sein Leben zu riskieren. In Ägypten hatte Abraham sein Licht unter den Scheffel gestellt. Er hatte keine Frucht zur Ehre GOTTES gebracht und war kein Zeugnis für die Ägypter. Er war wie die Jünger auf dem See, die sich Sorgen gemacht hatten und deshalb das Wort GOTTES erstickt hatten. In dieser Begebenheit begegnete Abraham aber einem Priester GOTTES. Durch die Begegnung mit Melchisedek lernte Abraham, dass GOTT der Allerhöchste ist. Nicht der Pharao oder der König von Sodom waren die Allerhöchsten, sondern GOTT. Melchisedek war ein Priester des Allerhöchsten und er sagte zu Abraham in Vers 19, dass Abraham von GOTT dem Allerhöchsten, dem Besitzer des Himmels und der Erde gesegnet wird. Abraham hatte jegliches Recht, die eroberte Beute zu behalten und nach damaligem Recht auch die eroberten Menschen aus Sodom als seine Sklaven zu behalten. Abraham etwas anzubieten, was Abraham bereits erobert hatte, war ein dreistes und unverschämtes Angebot des Sodomiterkönigs. Dem König von Sodom gehörte das alles nicht mehr. Er hatte es im Kampf verloren und Abraham hatte es zurückerobert. Abraham verzichtete aber freiwillig auf den Reichtum Sodoms, der ihm rechtmäßig zustand, weil er mit Sodom nichts zu tun haben wollte. Er war ein Diener des Allerhöchsten, der sich nicht mehr mit weniger als dem Allerhöchsten zufriedengeben wollte. Abraham wollte den allerhöchsten Segen, nicht den scheinbaren Segen eines schmutzigen und sodomitischen Reichtums. Abraham war im Gebet und im Wort GOTTES geblieben, weshalb er der Versuchung widerstehen und überwinden konnte. Weil Abraham gehorcht hatte, weil er im Gebet und im Wort GOTTES geblieben war, wurde er in Kapitel 15 mit dem allerhöchsten Segen gesegnet. Abraham wurde zum Vater des Glaubens und seine Nachkommenschaft wurde so zahlreich wie die Sterne am Himmel. Abraham hatte GOTT geglaubt und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet. Er wollte den göttlichen Segen und die göttliche Frucht, nicht die irdische. Wir wissen, dass Abraham in seinem Leben noch oft gefallen ist und GOTT nicht vertraut hat. Es gab viele Stürme im Leben Abrahams, in denen er die Prüfung nicht bestanden hatte. Wir müssen beständig in Christus bleiben. Wenn wir heute in Christus geblieben sind, ist das keine Garantie dafür, dass wir auch morgen in Christus bleiben. Wir müssen täglich in der Abhängigkeit vom Weinstock leben, damit wir Frucht zur Ehre GOTTES bringen können. Wenn wir nach dem Allerhöchsten streben wollen, müssen wir das Allerwichtigste beachten und in Christus bleiben. Nur durch das Allerwichtigste können wir das Allerhöchste erreichen. Nur wenn wir im Allerhöchsten bleiben, können wir dem Niedrigen widerstehen. Erst wenn wir das Niedrige loslassen, können wir uns nach dem Allerhöchsten ausstrecken. Leider geben wir uns oft mit dem Minimalsten zufrieden, anstatt das Allerhöchste zu suchen. Der allerhöchste Segen GOTTES ist GOTT selbst. Wir sollen nicht das Allerhöchste suchen, sondern den Allerhöchsten. Nur der Allerhöchste kann uns das Allerhöchste geben. Der Allerhöchste ist der Allerwichtigste und das Allerwichtigste und Allerhöchste ist, im Allerhöchsten zu bleiben. In Christus zu bleiben, ist das Allerhöchste, weil Christus der Allerhöchste ist.