
Obwohl die Menschen, die Stimme GOTTES hörten, entflohen sie nicht ihrem bevorstehenden Gericht. Der Sohn hatte die herrliche Aufgabe, den Fürst dieser Welt hinauszuwerfen. Sie hatten die Möglichkeit, an dem Sieg Christi über den Teufel teilzuhaben. Christus prophezeite erneut nicht nur die Art Seines Tods, sondern auch, dass Sein Tod nicht mit einer Niederlage enden würde, sondern damit, dass Er alle zu sich ziehen würde. Die Pharisäer wollten sich aber nicht ziehen lassen, sondern fokussierten sich darauf, dass der Christus nicht erhöht werden könne, da Er in Ewigkeit bleibe. Wie so oft bei Menschen, die nicht glauben wollen, konzentrierten auch sie sich nur auf einen Teil der heiligen Schrift, anstatt die Prophezeiungen über das Sterben Christi wahrzunehmen. Schon oft hatte der Herr klargemacht, dass Er der Sohn des Menschen sei, trotzdem fragten sie Ihn erneut, wer der Sohn des Menschen sei. Das Licht stand direkt vor ihnen und sie fragten das Licht, wer das Licht sei. Christus, das Licht, war nur noch wenige Tage auf der Erde und die Menschen hatten nur noch wenige Tage, um Ihn als das Licht zu erkennen und anzunehmen. Viele der damaligen Pharisäer wurden von der Finsternis überfallen, als sie versuchten das Licht auszulöschen. GOTT war zu Seinem Volk gekommen, aber Sein Volk hatte Ihn abgelehnt. Die Pharisäer waren blinde Blindenleiter und wussten nicht, wohin sie gingen, weil sie in der Finsternis wandelten. Sie hätten zu Kindern des Lichts werden können, aber sie entschieden sich für die Finsternis. Das Licht war mitten unter ihnen. Sie hätten nur an das Licht glauben müssen und ihre Finsternis wäre erhellt worden, aber sie wollten nicht. Selbst nach den eindeutigen messianischen Wundern lehnten die Obersten des Volks den Herrn immer noch ab. Bereits Jesaja hatte den Unglauben des Volkes prophezeit. Die Menschen glaubten der Verkündigung des Herrn nicht, obwohl sie den Arm GOTTES in den Wundern des Herrn hätten erkennen müssen. GOTT selbst hatte seinem Volk die Wahrheit verkündigt und Seinen Arm offenbart, aber sie wollten, Ihm nicht glauben. Es war kein starker Glaube erforderlich, um den Herrn als den Messias zu erkennen. Die Wunder waren offensichtlich. Nachdem die Pharisäer gegen den Heiligen Geist gelästert hatten, gab es für sie keine Möglichkeit mehr zur Buße (vgl. Mt. 12,31-32). Ihre Augen wurden als Strafe für das Lästern gegen den Heiligen Geist verblendet und ihre Herzen verhärtet, sodass sie mit ihren Augen nicht mehr sehen und mit ihren Herzen nicht mehr verstehen und sich bekehren konnten. Es gab keine Heilung und keine Rettung mehr für die Menschen, die gegen den Heiligen Geist gelästert hatten. Der Herr wusste bereits, dass die Menschen nicht an Ihn glauben würden. Bereits durch Jesaja hatte GOTT prophezeit, dass es soweit kommen würde, dass Er den Menschen die Augen verblenden und ihre Herzen verhärten würde, damit sie nicht an Ihn glauben konnten und Er sie deshalb hätte heilen müssen. Sie konnten mit ihren Augen nicht mehr sehen, mit ihren Herzen nicht verstehen und sich auch nicht mehr bekehren. Ihre Chance war nach der Lästerung gegen den Heiligen Geist vorbei. In Seiner Allwissenheit wusste GOTT natürlich, dass die Menschen Seinen Sohn ablehnen würden, weshalb Er diese Prophezeiungen schon vor langer Zeit machen konnte. GOTT hatte in Seiner Vorkenntnis gewusst, wer an Seinen Sohn glauben würde und wer nicht, weshalb Er über all diejenigen, die nicht an Seinen Sohn glaubten die Prophezeiung eines verhärteten Herzens aussprach. Genau wie beim Pharao hatte GOTT vorangekündigt, dass viele Menschen ihre Herzen verstocken würden (vgl. 2. Mo. 4,21). GOTT wusste, dass der Pharao, das Volk Israel nicht aus Ägypten ziehen lassen würde, auch nicht durch eine starke Hand (vgl. 2. Mo. 3,19 + 7,3). Erst ab der sechsten Plage lesen wir, dass GOTT das Herz des Pharaos aktiv verstockte (vgl. 2. Mo. 9,12). Bei den ersten fünf Plagen lesen wir, dass das Herz des Pharaos sich verstockte oder dass der Pharao sein Herz verstockte (vgl. 2. Mo. 7,13 + 7,22 + 8,11 + 8,15 + 8,28 + 9,7). Die Prophezeiung aus 2. Mose 4,21 bezog sich nicht auf die ersten fünf Male, in denen der Pharao sein Herz selbst verstockte, sondern auf die letzten Plagen. GOTT verstockt das Herz von Menschen erst dann, wenn sie davor selbst ihr mehrmals verstockt haben. Als Jesaja die Herrlichkeit des Herrn gesehen hatte, offenbarte der Herr ihm, dass er zu einem Volk reden würde, das ein unempfindliches Herz, schwere Ohren und verklebte Augen hat (vgl. Jes. 6,9-11). Im Angesicht der Herrlichkeit GOTTES erkannte Jesaja sich selbst als Sünder. Er zeigte nicht mit dem Finger auf das böse Volk, sondern auf sich selbst. Die Pharisäer haben im Angesicht der Herrlichkeit GOTTES nicht nur mit dem Finger auf andere gezeigt, sondern auf GOTT selbst. Jesaja verurteilte sich selbst. Die Pharisäer verurteilten GOTTES Sohn. Weil Jesaja sich selbst als Sünder erkannte, konnte ihm seine Schuld vergeben werden. Solange wir uns im Lichte der Herrlichkeit GOTTES nicht als Sünder erkennen, gibt es keine Hoffnung für uns. Das Volk zur Zeit Jesajas war weniger schlimm dran als zur Zeit des Herrn Jesus. Die Israeliten zur Zeit Jesajas lehnten GOTT, der sich ihnen durch einen Propheten offenbart hatte, ab. Die Israeliten zur Zeit des Herrn lehnte GOTT, der sich durch sich selbst offenbart hatte, ab. Die Menschen, die zur Zeit Jesajas gelebt hatten, hätten auf das Wort eines Propheten hören müssen. Die Menschen, die zur Zeit des Herrn gelebt hatten, hätten auf GOTT selbst hören müssen. Einige der Obersten glaubten an den Herrn, trauten sich aber nicht, sich zum Herrn zu bekennen, weil sie Angst vor den Pharisäern hatten. Sie hatten Angst davor, aus der Synagoge ausgeschlossen zu werden. Diese Obersten liebten die Ehre der Menschen mehr als die Ehre GOTTES. Sie liebten die Menschen mehr als GOTT und wollten lieber von Menschen angesehen sein als bei GOTT. „Menschenfurcht ist ein Fallstrick; wer aber auf den HERRN vertraut, der ist geborgen“ (Spr. 29,25). Sie wollten ihren Glauben an den Sohn GOTTES verheimlichen, weil sie GOTT nicht wirklich liebten. Die Obersten hatten Angst davor, dass sie aus der Synagoge ausgeschlossen und damit sozial getötet werden. Sie lehnten nicht nur Christus ab, sondern auch den Vater. Der Herr zeigte den Menschen, dass ein Glaube an Ihn immer auch ein Glaube an den Vater sei, weil der Vater Ihn gesandt hatte und der Vater und Er eins waren. Jeder, der auf Christus geschaut hätte, hätte den gesehen, der Ihn gesandt hat. Christus hat damals und heute den Vater offenbart. Er ist als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. Er war nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten. Das Gericht GOTTES über die Menschen, die nicht an Seinen Sohn glauben würden, stand schon fest, bevor der Herr auf diese Erde kam. GOTTES Wort hat schon immer eindeutig festgehalten, dass der Lohn der Sünde der Tod ist (vgl. Röm. 6,23). Nur in Christus können Menschen die Gnadengabe GOTTES, das ewige Leben, empfangen. Alles, was der Herr auf dieser Erde verkündet hatte, bekam Er direkt vom Vater aufgetragen. Er hat nichts Eigenes den Menschen verkündet, sondern immer in vollkommener Einheit mit dem Vater gehandelt und gepredigt. Irgendwann, wenn die Gnadenzeit GOTTES vorbei ist, wird sich jeder Mensch vor GOTT verantworten müssen. Christus wird letztendlich der Richter der Menschheit sein (vgl. Joh. 5,22 + 2. Kor. 5,10). Seine Zeit hier auf dieser Erde war nicht von Gericht gekennzeichnet, weil Er den Menschen Rettung und ewiges Leben bringen wollte. Der Vater und der Sohn wollen Menschen retten und nicht Menschen richten.